“Der Weg zum Helfen führt nur über das Verstehen.”
(Eduard Spranger)


Die Neuraltherapie

Bei dieser Therapieform werden Lokalanästhetika, wie Procain oder auch Lidocain zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. 1940 entdeckte Ferdinand Huneke aus Zufall das Sekundenphänomen, als er einem Patienten mit starken Schulterschmerzen eine ältere Narbe am Bein unterspritzte und die Schulterschmerzen binnen weniger Sekunden wie weg geblasen waren. Nachdem Huneke die Zusammenhänge näher studiert und erkannt hatte, stellte er 3 Lehrsätze auf:

• Jede chronische Krankheit kann störfeldbedingt sein

• Jede Körperstelle kann zum Störfeld werden

• Die Procaininjektion in das schuldige Störfeld heilt die störfeldbedingten Krankheit, soweit das anatomisch möglich ist, über das Sekundenphänomen

Die Neuraltherapie ist eine Regulations- und Umstimmungstherapie und damit besoders geeignet für eine große Anzahl funktioneller Störungen. Die Mittel, insbesondere das Procain wirken entzündungshemmend, erwärmend, durchblutend sowie schmerzstillend.

In Verbindung mit der Chiropraktik ist die Neuraltherapie, an der Wirbelsäule als altbekannte “Quaddel” eingesetzt, eine hervorragende Art Entzündungen zu behandeln, Verspannungen zu lösen und Blockaden zu beheben.

Noch ein bekannter Begriff in der Neuraltherapie nach Huneke, ist die Segmenttherapie, bei der die Haut in bestimmte Bereiche, also Segmente unterteilt wird. Über diese Segmente werden die dazugehörigen Organe über ihre Nervenbahnen lokal behandelt, was zur Regulierung u. Normalisierung gestörter Funktionen und damit zur Beschwerdefreiheit führt.